Winnender Mädlesfest – hier ist was geboten!
Spielleut`, Gaukler, Heereslager, mittelalterliche Handwerker und Händler schlagen am 7. und 8. Juli 2012 anlässlich des „Winnender Mädlesfests" ihre Zelte in der historischen Innenstadt von Winnenden auf. Im Schatten der altehrwürdigen Gebäude wird die Stadt in eine Zeit vor 800 Jahren zurückversetzt.
Zur Ehre der Stadt und zur Unterhaltung des Volkes auf dieser „Feyerey" sind zahlreiche Teilnehmer zur Gestaltung des Programmes angereist. Einen kleinen Einblick dessen, was euch auf der Bühne am Marktplatz bei dem Winnender Mädlesfest erwartet, möchten wir euch nun an dieser Stelle geben:
Zur Eröffnung des Festes, am Samstag, 07. Juli 2012, um 11.30 Uhr, ziehen die Obrigkeiten der Stadt ein, dicht gefolgt von einem Umzug des Heinrich von Neuffen, hoch zu Pferde, und seinem Gefolge. Der Umzug startet auf dem Holzmarkt (unweit der alten B 14) und wird auf dem Marktplatz durch die Stadträte und den Oberbürgermeister der Stadt Winnenden mit allen Ehren empfangen. Hiermit sei das Spektakel eröffnet. Das Programm des Festes wurde in liebevoller Kleinarbeit durch das Kulturamt Stadt Winnenden mit Unterstützung CK Veranstaltungsservice zusammengestellt.
Bühnenprogramm an beiden Tagen mit Feuershow und mehr
Im Anschluss an die offizielle Eröffnung zeigt der Historische Verein Winnenden auf der Hauptbühne Tänze in historischer Gewandung, wie sie seit 800 Jahren überliefert sind und auch heute noch an manchen Stellen Verwendung finden. Danach folgt eine besondere Trommeldarbietung der Stadtjugendmusik- und Kunstschule der Stadt Winnenden.
Um 14.00 Uhr betritt William der Zauberer die Bühne. Was eurem Geist unmöglich scheint und was kein Auge je gesehen hat, er kennt die Regeln der Magie und bringt nicht nur die Kindlein mit seinem wundersamen Werke dazu, dass sie den Mund vor Staunen nicht mehr schließen mögen. Magisch geht es auch zu an seiner Zauberwerkstatt auf dem Festgelände. Dort vergehen dem Volk die Sinne und er zaubert sich auf geradem Wege in die großen und kleinen Herzen hinein.
Aus dem hohen Norden angereist, verwöhnen um 14.30 Uhr Attonitus eure Ohren mit Live-Musik, gespielt auf historischen Instrumenten. Noch recht frisch in der Mittelalterszene, haben sie sich doch bereits einen großen Bekanntheitsgrad erspielen können. Ihre herzliche, humorvolle und oftmals auch ein wenig selbstironische Darbietung lässt bestimmt keinen Fuß unbewegt. Attonitus bestreiten auch das Abschlusskonzert am Samstagabend, dann allerdings mit etwas lauteren und rockigen Tönen. Moderne Rockelemente gehen hier mit historischen Melodien und Instrumenten eine unglaublich kraft- und klangvolle Verbindung ein.
Weitere Höhepunkte wie die Darbietungen des Spielvolk Merlin und dem Barden „Peter von der Herrenwiese" folgen nun Schlag auf Schlag, eine genaue Programmfolge ist zu finden auf der Homepage der Stadt Winnenden.
Im Weiteren an beiden Tagen vertreten: die Formatio „Tales of Fire" mit humorvollen Bühnenstücken. Diese brillieren jedoch vor allem durch ihre Feuershow an der Hauptbühne am Samstag gegen 21.30 Uhr. Jonglage, Akrobatik und eine perfekte Choreographie in Harmonie mit dem wohl gefährlichsten Element, dem Feuer, werden euch fesseln und in Staunen versetzen. „Tales of Fire" gehört mit ihrer Show am Rande der physikalischen Gesetze ohne Übertreibung zu den besten Darstellern ihrer Zunft.
Harfner Jonny Robels wandelt mit seiner Musik auf den alten Pfaden der keltischen Barden und versucht sich ihr Bewusstsein darin zu erschließen. Lauschet dem Spiel seiner Harfe und lasset euch mitreißen nach alter musikalischer Tradition. Doch auch so manch zeitgenössische Melodie, versehen mit eigenen Texten, wird euch verzaubern.
Ritter, Gaukler, holde Maiden und vieles mehr
Wenn Jakob auf seiner Kunigunde über den Platz reitet, steht unmittelbar eine Vorstellung des Puppentheater Fadenreych am Adlerplatz bevor. Auch Erwachsenen wird dies sicherlich Vergnügen bereiten.
Die Ritterschaft Mors Certa entführt euch im Lagerbereich an der Wallstraße in eine Welt von edelmütigen Rittern, tapferen Kriegern und holden Maiden. Bestaunt ihre Ritter auf ihren Schlachtrössern und verfolgt spannende Kämpfe mit klirrenden Schwertern und berstenden Schilden.
Die Lautenlümmel - ein musizierender Gaukler und ein gaukelnder Musiker - präsentieren lustiges Liedgut zu Laute, Flöte, Geige und Trommel. Dazu kommt noch eine gehörige Portion Gaukelei. Minnesang für die Damenwelt, Jonglage mit Messern und Keulen, Trinklieder für die Sauflustigen, Feuerspektakel und Lagerfeuermusik für die Geselligen und vieles mehr erwarten euch. Hochachtung auch für den Narrenkai, der mit seinen Possen und teils derben Späßen schon die ganze Welt bereist hat. Bei ihm bleibt kein Auge trocken.
Vogelfrei! In der Vergangenheit ein furchtbares Wort, für die Gruppe "Schelmenblut" eine Herausforderung. Als bunt zusammengewürfelter Haufen von Freunden und Bewunderern des Mittelalters auch eine innere Einstellung, sich mit Spaß und Theater durchs Leben zu schlagen. Witzige Interpretationen mehrerer Komödien von Hans Sachs sind ihre Spezialität, aber auch selbst geschriebene Theaterstücke, derb, direkt und lustig; Spielen und agieren mit den Besuchern des Winnender Mädlesfests, das ist ihre Welt. Ein schier endloser Strom an kreativer Energie, der immer wieder Unterhaltung und Unfug gebiert zeichnet diese Truppe aus.
Ein weiterer Höhepunkt ist die Ausstellung der Falknerei Falken Ultima in der Entengasse. Neben lebendigen Greifvögeln sind hier auch zahlreiche ausgestopfte Exponate zu bestaunen. Das reiche Fachwissen des Falkners wird so manchen Besucher verblüffen.
Tiere gibt es auch auf der Wallstraße zu sehen. Dort führt die Ziegenschmiede ihr historisch nachempfundenes Lagerleben vor. Sie bringt nicht nur einen hervorragenden Schmied mit, sondern reist auch mit ihren Jersey-Rindern, Schweinen, Ziegen und Gänsen nach Winnenden.
Dies alles und noch vieles mehr könnt ihr auf dem Winnender Mädlesfest erleben.
Lasst euch verwöhnen, verzaubern und unterhalten, auf dem Winnender Mädlesfest!


