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wort+ton

Gegenseitig belebt sich Literatur und Musik bei wort+ton. Seit 15 Jahren ist die Reihe bekannt für ihre außergewöhnlichen Konzertprogramme unter der künstlerischen Leitung von Markus Hadulla.
Buchbar als Abonnement.

Termine

  • Montag, 08.10.2018: Zeit IV: Twin Suns – Zwillingssterne
  • Montag, 19.11.2018: Zeit V: Zwei kuriose Kalender
  • Montag, 18.03.2019: Lenau I: Dunkle Vorahnungen
  • Montag, 06.05.2019: Lenau II: Naturbilder

Programm

Zeit IV: Twin suns - Zwillingssterne

Montag, 08.10.2018
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Andachtssaal im Klinikum Schloß Winnenden

Von der Erde aus gesehen können zwei Sterne so scheinen, als stünden sie direkt nebeneinander. In Wirklichkeit sind diese jedoch Lichtjahre voneinander entfernt. So erklingen die Kompositionen dieses Programms, die in unterschiedlichen Epochen komponiert sind, in räumlicher und zeitlicher Nähe. In einer gekonnten Inszenierung werden musikalisch die Grenzen von Raum und Zeit überwunden, und es stehen sich Altes und Neues gegenüber. Musik von Schubert, Eggert und Crumb bildet neue Konstellationen; so auch die Verbindung von Gregorianik und zeitgenössischer Musik in Crumbs Klavierstück „Twin Suns“, das dem Abend Thema und Titel gibt.
 
F. Schubert: „Schöne Welt, wo bist du?“ (Schiller)
M. Eggert: aus: Neue Dichterlieben
G. Crumb: Twin Suns – Zwillingssterne, aus: Makrokosmos Vol. II
 
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Zeit V: Zwei kuriose Kalender

Montag, 19.11.2018
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Andachtssaal im Klinikum Schloß Winnenden
 
Gregor Joseph Werner, wie sein Nachfolger Haydn für die musikalischen Genüsse des Fürsten Esterházy in Eisenstadt zuständig, komponierte 1748 den „neuen Instrumentalkalender“ (eine Sammlung aus zwölf Suiten für zwei Violinen und Basso Continuo), in welchem er musikalisch die Jahreszeiten nachzeichnet: etwa die klirrende Kälte des Winters, das Aprilwetter mit Froschgesängen und Vogelgezwitscher und ein sommerliches Gewitter. Außerdem bildet Werner die Sternzeichen ab, die die Sonne in ihrem Jahreslauf durchwandert, sowie die Anzahl der Sonnenstunden des Tages. Erich Kästner wiederum beschreibt in seinem Gedichtzyklus „Die 13 Monate“ die wechselnden Naturphänomene eines Jahreslaufs aus der staunenden Perspektive eines Städters: so innig und reflektiert, als sähe man das alles zum ersten Mal. Ein literarisch-musikalisches Doppelbild zweier „kurioser Kalendarien“.

E. Kästner: „Die 13 Monate“
G. J. Werner : „Neuer und sehr curios-musicalischer Instrumental-Calender“ für zwei Violinen und Basso Continuo (176)
 
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Lenau I – Dunkle Vorahnungen

Montag, 18.03.2019
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Andachtssaal im Klinikum Schloß Winnenden
 
Mit großem Enthusiasmus wanderte Nikolaus Lenau im Juli 1832 nach Amerika aus, kehrte aber schon bald, enttäuscht vom dort herrschenden Materialismus, zurück nach Schwaben. Pendelnd zwischen Stuttgart und Wien begann er umgehend, als Gegenstück zu Goethes großem Wurf, mit der Niederschrift einer eigenen Fassung des „Faust“-Stoffes. Ahnte er damit sein eigenes Schicksal, die „geistige Umnachtung“, voraus? Eine düstere Episode aus Lenaus Faust („Der nächtliche Zug“) inspirierte Franz Liszt zu einem beeindruckenden Melodram, das ebenso selten aufgeführt wird wie Othmar Schoecks „Notturno“ von 1931/33. Darin gibt Schoeck den von ihm ausgewählten Gedichten Lenaus einen schwermütig-romantischen Ausdruck in diesem expressiven und farbenreichen Werk.
 
N. Lenau: Auszüge aus „Faust. Ein Gedicht“
F. Liszt: „Der nächtliche Zug“ aus Lenaus „Faust“ für Klavier zu vier Händen und Deklamation
O. Schoeck: „Notturno“ op.47 für Bariton und Streichquartett nach Texten von Nikolaus Lenau
 
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Lenau II – Naturbilder

Montag, 06.05.2018
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Andachtssaal im Klinikum Schloß Winnenden
 
Als empfindsamer Dichter von Naturbildern machte sich Nikolaus Lenau früh einen Namen. Besonders beliebt sind Lenaus „Schilflieder“, die zeitgenössische, aber auch nachfolgende Komponisten zu zahlreichen Vertonungen inspirierten. Neben den Liedern von Henri Marteau, die der Bariton der Stuttgarter Oper, André Morsch, zu Viola und Klavier singt, erklingen Werke von Robert Schumann, einem großen Bewunderer Lenaus, sowie die rein instrumentale Ausdeutung der „Schilflieder“ von August Klughardt. Die illustre Besetzung: Zu dem Solo-Oboisten des Orchesters der Mailänder Scala, Fabien Thouand, gesellen sich Pauline Sachse, Professorin für Viola in Dresden und der Wiener Klavierprofessor und künstlerische Leiter von wort+ton, Markus Hadulla. Ein hochromantischer und „hochkarätiger“ Saisonabschluss.
 
A. Klughardt: Schilflieder nach Nikolaus Lenau für Oboe, Viola, Klavier
R. Schumann: Drei Romanzen für Oboe und Klavier (1849)
R. Schumann: Märchenbilder op.113 für Viola und Klavier
H. Marteau: 5 Schilflieder für Bariton, Viola und Klavier
Ausgewählte Lieder nach Gedichten von Nikolaus Lenau

Tickets und Preise

Karten zum Preis von 17 € & Ermäßigungen erhalten Sie in der Stadtbücherei, bei der Buchhandlung Halder (bis Ende Februar 2019) und im Reisebüro Pflüger. Außerdem können Sie Karten auch über den Ticket-Anbieter ReserviX online (www.reservix.de) oder über die Hotline 01806 700 733 (rund um die Uhr - auch an Wochenenden und Feiertagen) bestellen.

 
Barrierefreier Zugang zum Andachtssaal
Ab sofort bietet die Stadt Winnenden Unterstützung beim barrierefreien Zugang zum Andachtssaal im ZfP an. Treffpunkt ist die Info am Eingang, jeweils 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn. Sie werden von dort zum Aufzug und zum Andachtssaal begleitet.