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Heimattage-Sponsoren im Interview: Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands der Alfred Kärcher SE & Co. KG

Die Stadt Winnenden ist erfolgreich in das Heimattage-Jahr 2019 gestartet. Ohne die tatkräftige Unterstützung von Sponsoren und Firmen ist es selbstverständlich nicht möglich, solch ein besonderes Veranstaltungsjahr auf die Beine zu stellen. In der Serie „Heimattage-Sponsoren im Interview“ stellt die Blickpunkt-Redaktion über das Jahr verteilt die Premiumsponsoren, Hauptsponsoren und Sponsoren der Heimattage vor.

1) Warum ist hier Ihr Lieblingsplatz/ -ort Winnendens?

Winnenden ist mein Heimatort, ich bin hier aufgewachsen und es gibt viele Orte, die eine große Bedeutung für mich haben. Tatsächlich ist einer davon auf unserem Werksgelände. Die Irene-Kärcher-Plaza vereint zwei Aspekte, die mir beruflich und privat sehr wichtig sind: Durch die Namensgebung und den Erhalt historischer Bauelemente zeigt der Platz die Verbundenheit zu unserer Geschichte. Der Neubau symbolisiert den Blick in die Zukunft. Der Platz ist auch ein Ort der Begegnung. Hier kommen Mitarbeiter und Winnender Bürger für Veranstaltungen wie die Aufführung von Carl Orffs Carmina Burana, den Ehrenamtsabend der Stadt Winnenden, das Arbeitgeberforum Inklusion oder die Kärcher Kinder Akademie zusammen.

2) Würden Sie sagen, dass Winnenden die Heimat von Kärcher ist?

Auf jeden Fall, wir verstehen uns als Teil dieser Gemeinschaft. Bereits 1939, nur vier Jahre nach der Gründung der „Alfred Kärcher Kommanditgesellschaft“, ist Alfred Kärcher mit seinen Mitarbeitern von Bad Cannstatt nach Winnenden gezogen. Er selbst lebte mit seiner Familie sogar auf dem Werksgelände. Hier entwickelte er unser Kernprodukt, den ersten europäischen Heißwasser-Hochdruckreiniger. Das Areal wurde seitdem stets ausgebaut, Kärcher ist hier groß geworden – und heute Weltmarktführer.

3) Viele Winnender arbeiten bei Kärcher und identifizieren sich mit der Firma, warum ist das so?

Tatsächlich ist die Bindung unserer Mitarbeiter zum Unternehmen besonders eng, was man an der langen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von über 11 Jahren sieht. Und das, obwohl wir in den letzten Jahren sehr viele Mitarbeiter aufgrund unseres enormen Wachstums eingestellt haben. Die Basis ist die hier gelebte gegenseitige Wertschätzung. Schon unser Gründer Alfred Kärcher hat gesagt: „Es sind die Menschen unserer Firma, die einen Erfolg erst möglich machen.“ Kärcher ist nicht nur Arbeitgeber, sondern wir engagieren uns darüber hinaus für unsere Mitarbeiter mit Mobilitätszuschüssen, Betriebssport, Freizeitgestaltung oder Betreuungs- und Hilfsangeboten für Kinder und pflegebedürftige Angehörige.

4) In Winnenden ist man stolz darauf, dass der Weltmarktführer Kärcher hier seinen Sitz hat. Worauf können Winnender hier noch stolz sein?

Hier gibt es ein lebendiges Stadtleben und engagierte Bürger, das wird gerade im Rahmen der Heimattage deutlich. Zivilgesellschaftliches Engagement ist für eine lebenswerte Nachbarschaft enorm wichtig. Die Winnender gehen hier mit gutem Beispiel voran. Als großes Unternehmen wollen wir natürlich unseren Teil dazu beitragen und unterstützen zahlreiche karitative, sportliche, schulische und andere städtische Einrichtungen wie die Tafel, die Hungerbergschule oder die Winnender Minigärtnergruppe.

5) Passend zum Motto der Heimattage „Winnenden.erleben“, herrscht in Winnenden ein gelebtes Miteinander. In welcher Form investiert Kärcher in dieses Miteinander?

Ein vertrauensvolles Miteinander zeichnet unsere Unternehmenskultur aus. Teamarbeit und aktiver Austausch sind die wesentlichen Elemente. Im letzten Jahr fand unser Employee World Meeting hier in Winnenden mit Kollegen aus aller Welt statt. Vor Ort verbindet uns mit einigen Einrichtungen eine langjährige Partnerschaft. Mit dem SV Winnenden haben wir eine Kooperation, durch die unsere Mitarbeiter vom Sportangebot profitieren und wir den Verein mit Geräten und finanziell unterstützen. Wir unterstützen aber auch viele weitere Partner aus der Umgebung, wie zum Beispiel den VfR Birkmannsweiler oder den Sportkreis Rems-Murr. Zusammen mit dem NaBu Winnenden pflegen unsere Mitarbeiter im Oberen Zipfelbachtal ein Naturschutzgebiet. Ein anderes Beispiel ist die jährliche Bachputzete, bei der unsere Auszubildenden den Buchenbach reinigen. Eine besondere Kooperation im vergangenen Jahr war die Wasserorgel am Kronenplatz, die der Künstler Niklas Roy mit unseren Auszubildenden gebaut hat. Die Fontänen kamen aus Kärcher-Hochdruckreinigern und wurden durch eine Klaviertastatur gesteuert, dabei konnten alle Winnender mitmachen.

6) Auf welche Veranstaltung im Heimattage-Jahr freuen Sie sich am meisten und warum?

Eine besondere in diesem Monat, die ich gerne erwähnen möchte, ist die Faschingsparty des Freundeskreises für Menschen mit Behinderung Winnenden e.V., eine gemeinsame Faschingsparty für behinderte und nichtbehinderte Menschen. Die Paulinenpflege gehört zu den Organisatoren. Mit ihr verbindet uns eine langjährige Partnerschaft. Zum Beispiel montiert die Reha-Werkstatt seit Kurzem einzelne Produkte für uns.

7) Am 7. Februar 2019, trat bei den Konzerttagen das Orchester der Kulturen mit seinem Programm „Heimat für Alle“ in der Hermann-Schwab-Halle auf. Wie wichtig ist Interkultur und internationaler Austausch für Sie?

Sehr wichtig. Um als Unternehmen weltweit erfolgreich zu sein, müssen wir unsere Produkte in den jeweiligen Ländern anpassen. Reinigen funktioniert in jeder Kultur unterschiedlich. Unser großer Schatz ist dabei der Austausch mit den Kärcher-Mitarbeitern in aller Welt, die die Reinigungsbedürfnisse vor Ort kennen. Im Dialog über Länder- und Kulturgrenzen hinweg können wir fachlich und menschlich viel voneinander lernen.

8) Kann Musik ein Stück Heimat sein?

Die Frage erinnert mich an unser traditionelles Adventssingen im vergangenen Dezember mit unseren zwei Kärcher-Chören. Der Irene-Kärcher-Chor sang hier das Stück „Welch ein Geschenk ist ein Lied“. Musik kann die Menschen auf besondere Weise verbinden und zusammenbringen.

9) Was wünschen Sie der Stadt fürs Heimattage-Jahr 2019?

Gut besuchte Veranstaltungen und viel Freude für Besucher und Organisatoren. Vor allem aber wünsche ich mir, dass die Wirkung dieser besonderen Tage noch lange nachhallt, dass die so abstrakten Begriffe „Heimat“ und „Miteinander“ zu ganz konkreten gemeinsamen Erlebnissen werden, die unsere Gemeinschaft stärken.

Kurzportrait der Alfred Kärcher SE & Co. KG
Kärcher ist weltweit führender Anbieter für Reinigungstechnik. Mit Hoch- und Höchstdruckreinigern, Saugern und Dampfreinigern, Kehr- und Scheuersaugmaschinen, Kfz-Waschanlagen, Reinigungsmitteln, Trockeneis-Strahlgeräten, Trink- und Abwasseraufbereitungsanlagen, Wasserspendern, einem telematikbasierten Flottenmanagement sowie Pumpen- und Bewässerungssysteme für Haus und Garten bietet Kärcher innovative Problemlösungen an. Sie umfassen aufeinander abgestimmte Produkte und Zubehöre sowie Beratung und Service