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Musikalische Klänge in der ganzen Stadt: Konzerttage erneut großer Erfolg

Lars Reichow unterhielt die Besucher auf humorvolle und musikalische Weise.
Lars Reichow unterhielt die Besucher auf humorvolle und musikalische Weise.
Atemberaubende Akustik in der Schlosskirche beim Auftritt des Kammerchors Baden-Württembergs.
Atemberaubende Akustik in der Schlosskirche beim Auftritt des Kammerchors Baden-Württembergs.
Nie gehörte Instrumente und Kompositionen sorgten für bunte Unterhaltung beim Orchester der Kulturen.
Nie gehörte Instrumente und Kompositionen sorgten für bunte Unterhaltung beim Orchester der Kulturen.

Vom 3. bis 9 Februar 2019 gab es für Liebhaber der klassischen Musik jeden Abend einen musikalischen Höhepunkt. Die dritten Winnender Konzerttage freuten sich großer Beliebtheit und sorgten für ein ganz besonderes Flair in der Stadt

Humor, Lobpreisungen und Heimat

Humorvoll, dramatisch und bunt waren die musikalischen Beiträge der Künstler, Solisten und Orchester der Konzerttage. Lars Reichow kombinierte bei seinem Wunschkonzert „Best of Klaviator“ Sprache und Musik klaviatorisch. Bei einem unterhaltsamen und genussvollen Abend ließ er sich über Männer und Frauen aus, vertonte Haustiere und zerlegte Politiker, nicht ohne dabei die Pointen und Geschichten mit passender Musik auf dem Klavier zu hinterlegen. Der Kammerchor Baden-Württemberg trat bei atemberaubender Akustik in der Schlosskirche Winnenden auf und sang das Magnificat von John Rutter, in welchem Lobpreisungen Gottes durch Maria wieder gegeben werden. Ganz besonders hörenswert war die „Unterhaltung“ zwischen Oboe und Violine beim Doppelkonzert von J.S. Bach, gespielt von den Solisten Anne Roser (Violine) und Michael Kiefer (Oboe). Beim Orchester der Kulturen wurden vertraute und bekannte Klänge und Gesänge mit Unbekanntem gemischt. Nie gehört Instrumente verzauberten das Publikum und gaben Einblicke in Kulturen aus aller Welt.

Internationale Solisten bieten Kammermusik im Andachtsaal des Schloss Winnenden: Natalia Lomeiko und Daishin Kashimoto (Violine), Gareth Lubbe (Viola), Nabil Shehata (Kontrabass) und Claudio Bohórquez (Cello).
Internationale Solisten bieten Kammermusik im Andachtsaal des Schloss Winnenden: Natalia Lomeiko und Daishin Kashimoto (Violine), Gareth Lubbe (Viola), Nabil Shehata (Kontrabass) und Claudio Bohórquez (Cello).
Die Solistin Natalia Lomeiko bei der Romantischen Klassiknacht im Alfred Kärcher Auditorium.
Die Solistin Natalia Lomeiko bei der Romantischen Klassiknacht im Alfred Kärcher Auditorium.

Orchesterkonzert der Solisten und Kammermusik

Ganz besonders beliebt waren das Orchesterkonzert der Solisten im Kärcher Auditorium und die Kammermusiken im Andachtssaal, welche bereist Wochen vorher ausverkauft waren. Erneut waren herausragende internationale Solisten der Einladung des Cellisten und künstlerischen Leiters der Konzerttage, Prof. Claudio Bohórquez nach Winnenden gefolgt. Die Zuhörer kamen bei den Kammermusiken in den Genuss von Natalia Lomeiko und Daishin Kashimoto (beide Violine), Gareth Lubbe (Viola), Nabil Shehata (Kontrabass), Eric Le Sage und Péter Nagy (beide Klavier), sowie Paul Meyer (Klarinette). Die Romantische Klassiknacht im Alfred-Kärcher-Auditorium bot klassische Musik der Extraklasse. Das Kammerorchester Stuttgart brachte gemeinsam mit dem Solisten Paul Meyer Mozarts Klarinettenkonzert auf die Bühne, welches das Publikum mit seinen Melodien in die afrikanische Savanne entführte. Gareth Lubbe spielte das Stück „Lachrymae“ von Benjamin Britten, das zu Beginn ruhig und langsam erklingt und gegen Ende durch schnelle Läufe zur echten Herausforderung für den Solisten wird. Natalia Lomeiko überzeugte mit der Violine beim Musikstück „Valse-Scherzo“ von Peter Iljitsch Tschaikowsky und für einen berauschenden Abschluss sorgten Claudio Bohórquez am Cello, Peter Nagy am Klavier und Dashin Kashimoto an der Violine mit dem Stuttgarter Kammerorchester beim Tripelkonzert von Ludwig van Beethoven.

In der Bäckerei Maurer trat bei der Musiknacht die Band Liebes Leben auf.
In der Bäckerei Maurer trat bei der Musiknacht die Band Liebes Leben auf.

Eine Stadt. Eine Nacht. Musikalische Vielfalt!

Für alldiejenigen, die sich für zeitgenössische Musik interessieren, bot die Winnender Musiknacht ebenfalls einiges. In acht Winnender Locations zeigten verschiedene Bands aus Winnenden und der Region Musikacts und eine große Bandbreite an Musikstilen. Bis in die frühen Morgenstunden strömten gut gelaunte Musiknacht-Besucher durch die Innenstadt und schwoften in den Lokalen zur Musik.

Die Solisten Claudio Bohórquez (Cello) und Nabil Shehata (Kontrabass) stellten den Kindern der Hungerbergschule ihre Instrumente vor.
Die Solisten Claudio Bohórquez (Cello) und Nabil Shehata (Kontrabass) stellten den Kindern der Hungerbergschule ihre Instrumente vor.
Die Winnender Sängerin Sonja Eisenreich begeisterte die Bewohner des ASB-Pflegeheims mit ihrer kraftvollen Stimme.
Die Winnender Sängerin Sonja Eisenreich begeisterte die Bewohner des ASB-Pflegeheims mit ihrer kraftvollen Stimme.
Gerhard Paulus (Orgel) und Rainer Schnabel (Trompete) beim gut besuchten Wandelkonzert in der Schlosskirche.
Gerhard Paulus (Orgel) und Rainer Schnabel (Trompete) beim gut besuchten Wandelkonzert in der Schlosskirche.

Buntes Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm durfte auch bei diesen Konzerttagen nicht fehlen. Zu den Konzerten am Abend kamen die Wandelkonzerte, welche jeden Vormittag in einer anderen Winnender Kirche, bei freiem Eintritt von Bürgerinnen und Bürgern besucht werden konnten. Lokale Musiker und Sänger traten außerdem in den Winnender Pflegeheimen auf und faszinierten mit ihrer Musik die Heimbewohner und Angehörigen. Auch für Kinder war musikalisch einiges geboten. Solisten und Ensembles besuchten einige Winnender Schulen und stellten ihre Instrumente und die klassische Musik vor.

Abschlusskonzert - Glanzlichter in Winnenden

Marin Tinev trat gemeinsam mit dem Konzertorchester beim Abschlusskonzert auf.
Marin Tinev trat gemeinsam mit dem Konzertorchester beim Abschlusskonzert auf.

Die begrüßenden Worte zum Abschluss der Konzerttage richtete der künstlerische Leiter der Konzerttage, Claudio Bohórquez, an die Besucher: „Ich freue mich auf diesen finalen Höhepunkt. Es war wie immer ein Genuss die Konzerttage in Winnenden zu erleben“. Und so endeten die Konzerttage, wie sie begonnen hatten, mit der britischen Krönungsmelodie „Crown Imperial“ von William Walton, dieses Mal gespielt vom Jugendsinfonieorchester der Stadtjugendmusik- und Kunstschule. Für tosenden Applaus sorgte der Cellist Jakob Spahn, der gemeinsam mit dem Festivalorchester ein Konzert für Cello und Blasorchester von Friedrich Gulda auf die Bühne brachte. Diesem virtuosen Auftritt folgte ein Oboenkonzert von Hugo Schuncke herausragend gespielt vom Solisten Marin Tinev und dem Konzertorchester. Beim letzten Stück der Konzerttage Winnenden 2019 kamen mit dem Festivalorchester, dem Konzertorchester und dem Jugendsinfonieorchester drei hervorragende Orchester, geleitet von Mathias Mundl, zusammen. Gespielt wurde das mexikanische Stück „Danzón No. 2“ von Arturo Márquez. Zuvor bedankte sich Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth bei den Organisatoren der Konzerttage und allen Künstlern, für diese fabelhafte musikalische Veranstaltungswoche. (er)