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Vier Bienenvölker ziehen aufs Rathausdach

Imkerin Dr. Astrid Loff und der Umweltschutzbeauftragte Jürgen Kromer dort, wo zukünftig die Bienenkästen stehen: auf dem Rathausdach.

Die Stadt Winnenden, um den Umweltschutzbeauftragten Jürgen Kromer, tut viel um die Biodiversität der Stadt aufrecht zu erhalten und die Artenvielfalt zu fördern. Zu den bereits bestehenden Maßnahmen kommt im März eine weitere hinzu: Vier Bienenvölker ziehen aufs Rathausdach und sollen schon bald eigenen Stadthonig produzieren.

Der Gedanke, dass die Stadt Winnenden eigene Bienen haben könnte schwirrte schon einige Zeit in den Köpfen von Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth und Jürgen Kromer umher. Als Dr. Astrid Loff aus Nellmersbach dann beim städtischen Wirtschafsförderer Timm Hettich vorbeikam um einen Honigweinverkaufsstand auf dem Weihnachtsmarkt anzumelden, kamen der Gedanke und die Imkerin zusammen. Jürgen Kromer und Dr. Astrid Loff erstellten ein Gesamtkonzept welches beinhaltet, dass im März 2019 vier Bienenvölker auf das Winnender Rathausdach ziehen.

Ökologischer Stadthonig

Bis jetzt leben die Bienen noch im Garten der Imkerin in Nellmersbach. Zukünftig werden sie in der Kernstadt wohnen und Nektar von den städtischen Blumenwiesen, dem Schlosspark und dem Zipfelbachtal sammeln. Das ist auch der Grund, warum sich der Honig dann ökologisch nennen darf: die Flächen im Stadtgebiet gelten als weniger pestizidbelastet wie zum Beispiel Agrarflächen und Rebhänge außerhalb der Stadt.

Neun Kilo Honig bringt ein Volk

Selbstverständlich müssen sich die rund 20.000 Bienen erst an ihren neuen Arbeitsplatz gewöhnen. Sobald das geschehen ist, kann ein Bienenvolk aber bis zu neun Kilo Honig im Jahr produzieren. „Das ist auch abhängig von Wetterschwankungen und Blütezeiten. Bienen gelten zwar als fleißig, in der Regel ist aber immer ein Volk dabei, das etwas weniger Honig bringt“, erklärt Dr. Astrid Loff im Gespräch. Ist der erste Honig dann im Glas, soll dieser ähnlich wie der Mädleswein bei städtischen Veranstaltungen verschenkt werden. Die Imkerin kann sich auch vorstellen kleinere Gruppen zu Führungen aufs Rathausdach zu lassen oder eine Honigdegustation durchzuführen. „Je nach Bedarf, kann das Konzept dann selbstverständlich noch weiter ausgebaut werden, vielleicht finden sich weitere städtische Flächen für Bienenkästen“, so Jürgen Kromer abschließend. (er)