Startseite > Verwaltung & Politik > Pressemitteilungen

Landesblasorchester eröffnet die Konzerttage: Melodien aus Baden-Württemberg und Geschichten im Sand

Das Landesblasorchester spielte die Sinfonie Nr.1 von Johan de Meij unter der Leitung von Dirigent Björn Bus (rechts), Sandkünstlerin Colette Dedyn (links) zeichnete Sandbilder zur Sage der schönen Lau im Blautopf.  Foto: Doris Bredow
Das Landesblasorchester spielte die Sinfonie Nr.1 von Johan de Meij unter der Leitung von Dirigent Björn Bus (rechts), Sandkünstlerin Colette Dedyn (links) zeichnete Sandbilder zur Sage der schönen Lau im Blautopf. Foto: Doris Bredow

Furioser Beginn der Winnender Konzerttage: Das Landesblasorchester Baden-Württemberg eröffnete die musikalische Veranstaltungswoche mit dem Titel „Crown Imperial“ komponiert von William Walton anlässlich der Krönung des britischen Königs Edward VIII. Es folgte ein buntes, kurzweiliges Programm mit schwäbischen, badischen und Hohenzoller-Melodien sowie Geschichten im Sand.

Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth begrüßte die Gäste in der gut gefüllten Hermann-Schwab-Halle zur ersten Highlight-Veranstaltung der Heimattage 2019. „Bereits heute Nachmittag fand das erste Wandelkonzert in der Kirche in Birkmannsweiler als „Pre-Opening“ statt. Ich freue mich, die Konzerttage nun offiziell eröffnen zu können“.

„Es ist uns eine große Ehre, heute hier beim Eröffnungskonzert der Konzerttage, unser Programm Sound of BW präsentieren zu dürfen. Welches andere Ensemble wäre prädestinierter als das Landesblasorchester Baden-Württemberg zur Eröffnung der Heimattage Baden-Württemberg?“, so der Sprecher des Orchesters, „wir sind Musiker aus allen Teilen des Bundeslandes und wir musizieren gemeinsam, treu dem Heimattage-Motto ,Miteinander.leben‘ “.

Das Eröffnungskonzert war gut besucht. In der ersten Reihe: Veranstalter, Sponsoren und Ehrengäste. Foto: Doris Bredow
Das Eröffnungskonzert war gut besucht. In der ersten Reihe: Veranstalter, Sponsoren und Ehrengäste. Foto: Doris Bredow

Schwabenstreiche und Festmusik

Mit dem Landesblasorchester bekamen die Besucher Musik des Auswahlorchesters des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg zu hören. Das breit besetzte Orchester wurde 2017 mit dem Vizeweltmeistertitel bei der Weltmeisterschaft für Blasorchester ausgezeichnet. Zum Programm gehörten auch die „Schwabenstreiche“, komponiert von Adolf Götz, welche aus sieben Inspirationen des fränkischen Akkordeonisten über das Volkslied „Jetzt gang I ans Brünnele“ entstanden sind.

Ein besonderes Werk, welches exakt auf das Landesblasorchester zugeschneidert worden ist, ist die Festmusik von Christiaan Janssen. Der niederländische Musiker war der Gewinner des vom Landesblasorchester ausgeschriebenen „Logo in Sound-Kompositionswettbewerbes“. Ein Musikstück war angefragt, das die im Logo des Orchesters grafisch eingefangenen Werte wieder in Musik verwandelt. Die „Festmusik des LBO“ von Christiaan Janssen verbindet die beiden Landesteile Baden und Württemberg musikalisch und greift auf heimisches Liedgut zurück. Das Orchester präsentierte das Musikstück voller Leidenschaft und überzeugte die gebannten Zuhörer.

Geschichten im Sand

Den absoluten Höhepunkt präsentierte das Landesblasorchester nach der Pause mit der Sinfonie Nr. 1 des Komponisten Johan de Meij, bekannt aus „The Lord of the Rings“. In fünf Akten zeigten verschiedenste Solisten in Kombination mit dem Orchester ihr Können und sorgten für eine fabelhafte Konzerttage-Atmosphäre. Wem das Hören nicht reichte, konnte gleichzeitig seinen Sehsinn in das musikalische Spektakel mit einbeziehen. Die Sandkünstlerin Colette Dedyn begeisterte mit faszinierenden Bildern aus Sand und erzählte die spannende Sage der schönen Lau im Blautopf.

Sandkünstlerin Colette Dedyn, zauberte mit ihren Bildern in Sand. Foto: Doris Bredow
Sandkünstlerin Colette Dedyn, zauberte mit ihren Bildern in Sand. Foto: Doris Bredow

Dornröschen, Schubertiade, und Kammermusik

Die Tanzakademie Minkov verzauberte am Montag das Publikum mit ihrem Handlungsballett zum Märchen „Dornröschen Märchenzauber“. Jung und Alt hatten Freude an der Geschichte des jungen Mädchens, das nach 100-jährigem Schlaf vom Prinzen wachgeküsst wurde. Schüler der Tanzakademie und renommierte Solisten der Ballettkompanie Staatsoper Ruse in Bulgarien brachten das Stück mit voller Hingabe und Ausdruck auf die Bühne. Das sich anschließende wort + ton Extra „Schubertiade“ im Andachtssaal des Klinikums Schloss Winnenden brachte einen Abend zu Franz Schubert: Die Solisten Markus Hadulla, Daishin Kashimoto, Gareth Lubbe und Claudio Bohórquez, Nabil Shehata und Eric le Sage sowie die Sprecherin Elisabeth Verhoeven erzählten Schuberts Leben verbunden mit seinen musikalischen Meisterwerken. Die Liebhaber der Kammermusik wurden von den internationalen Solisten am Dienstagabend mit dem Thema Heimat verzaubert. Hier hatten dann auch Paul Meyer, Natalia Lomeiko und Péter Nagy ihre Auftritte.

Junge Tänzerinnen der Tanzakademie Minkov und professionelle Solisten der Staatsoper Ruse in Bulgarien brachten das Ballett „Dornröschen Märchenzauber“ gekonnt auf die Bühne. Foto: Doris Bredow
Junge Tänzerinnen der Tanzakademie Minkov und professionelle Solisten der Staatsoper Ruse in Bulgarien brachten das Ballett „Dornröschen Märchenzauber“ gekonnt auf die Bühne. Foto: Doris Bredow

Wunsch- und Chorkonzert

Wer gerne Musik im Zusammenhang mit Humor genießen wollte, kam bei Lars Reichows Wunschkonzert „Best of Klaviator“ voll auf seine Kosten. Der vielfache Preisträger, Radio- und Fernsehmoderator begeisterte sein Publikum mit gelungenen Pointen der klaviatorischen Verbindung zwischen Sprache und Musik.

Bei einer musikalischen Veranstaltungswoche darf natürlich auch das Chorkonzert nicht fehlen. In der Schlosskirche in Winnenden trat am Mittwochabend der Kammerchor Baden-Württemberg in wunderbarer Atmosphäre mit seinem Programm „Meine Seele preiset den Herrn“ auf. Das Doppelkonzert von J. S. Baach für Oboe und Violine war ein Hochgenuss für jeden Musikliebhaber. Solisten waren Michael Kiefer und Anne Roser.

Ausblick

Am Donnerstag, den 7. Februar, tritt um 20 Uhr das Orchester der Kulturen mit seinem Programm „Heimat für Alle“ in der Hermann-Schwab-Halle auf. Nie gehörte Instrumente und Kompositionen inspirieren sich gegenseitig und machen aus Bekanntem etwas komplett Neues und führen dabei quer durch die Kontinente.

Die „Romantische Klassiknacht“ erleben Sie am Freitag, den 8. Februar, um 19 Uhr im Alfred-Kärcher-Auditorium. Bei diesem Orchesterkonzert der Solisten sind Natalia Lomeiko, Daishin Kashimoto, Gareth Lubbe, Claudio Bohórquez, Nabil Shehata, Eric le Sage, Péter Nagy und Paul Meyer zu hören. Das Konzert ist bereits ausverkauft, ebenso wie die Kammermusik II am Samstag, den 9. Februar, um 16 Uhr im Andachtssaal des Klinikums Schloss Winnenden.

Das Abschlusskonzert der Konzerttage „Glanzlichter in Winnenden“ findet am 9. Februar um 20 Uhr in der Hermann-Schwab-Halle statt. Es wird von den zwei Solisten Jakob Spahn (Violoncello) und Marin Tinev (Oboe) sowie drei Orchestern aus Winnenden unter der Leitung von Mathias Mundl gestaltet.

Karten für das Orchester der Kulturen und das Abschlusskonzert sind auf www.reservix.de und an der Abendkasse erhältlich.