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Produktives Stadtquartier Winnenden

Rahmenplan für das Produktive Stadtquartier Winnenden

Das Büro JOTT architecture and urbanism aus Frankfurt am Main hatte im Februar 2021 den offenen Städtebauwettbewerb der Stadt Winnenden und der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) gewonnen. Der Beitrag des Büros JOTT für ein produktives und lebenswertes Stadtquartier der Zukunft mischt Flächen für Industrie, Gewerbe, Wohnen und Freizeit in neuartigen dichten und urbanen Baublöcken, die in großzügige, gemeinschaftlich genutzte Freiräume eingebettet sind.

Auf der etwa 5,5 Hektar großen Fläche zwischen dem Bahnhof Winnenden und der Bundesstraße B 14 soll ein neuartiges produktives Stadtquartier entstehen. Auf dem heute noch vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Gelände soll künftig gezeigt werden, wie sich Wohnen und Arbeiten, aber auch verbleibende Freiflächen mit landwirtschaftlicher und gärtnerischer Nutzung gegenseitig ergänzen können.

Das städtebauliche Konzept wurde im nun vorliegenden Rahmenplan weiter ausgearbeitet. Dabei hat das Büro JOTT architecture and urbanism aus Frankfurt am Main zusammen mit dem Büro urbanegestalt PartGmbB Landschaftsarchitektur | Architektur | Stadtplanung aus Köln, dem Ingenieurbüro BrennerPlan GmbH | Planungsgesellschaft für Verkehr, Stadt und Umwelt aus Stuttgart, dem Ingenieurbüro Bolz + Palmer Beratende Ingenieure PartG mbB aus Winnenden, dem Ingenieurbüro Kurz und Fischer GmbH Beratende Ingenieure | Bauphysik aus Winnenden, den Projektverantwortlichen bei der Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH (IBA’27) und den Verantwortlichen im Sachgebiet Stadtplanung des Stadtentwicklungsamts der Stadtverwaltung Winnenden interdisziplinär daran gearbeitet.

Rahmenplan vorgestellt

Der Rahmenplan wurde in der Sitzung des Gemeinderates am 28. September 2021 von Prof. Dr. Janna Hohn und Josh Yates vom Büro JOTT vorgestellt und näher erläutert. Der Gemeinderat hat den Rahmenplan zur Kenntnis genommen und zugestimmt, ihn für die Erarbeitung eines Bebauungsplanentwurfs zugrundezulegen.

Abbildung: Freiraumkonzept mit der geplanten Bebauung zwischen der Marbacher Straße und Schwaikheimer Straße.
Freiraumkonzept mit der geplanten Bebauung zwischen der Marbacher Straße und Schwaikheimer Straße. Quelle: urbanegestalt Landschaftsarchitektur | Architektur | Stadtplanung, Köln

Der Rahmenplan erreicht Vielfalt und Nutzungsmischung durch die enge und räumliche Verbindung von Produktion, Kreativität, Wohnen und Landwirtschaft. Urbane Dichte und ein enges Nebeneinander unterschiedlicher Nutzungen bieten die notwendige Flexibilität für sich verändernde und zukünftige Bedürfnisse. Die einzelnen Cluster und das Baukastenprinzip ermöglichen eine individuelle Steuerung von Qualität, Effizienz und Experiment. Entlang der Quartiersroute reihen sich kleine Plätze, aktivierende Nutzungen wie Bäckerei, Gastronomie, Ausstellungsräume etc. und Initialmodule auf.

Der Städtebau und grüne Felder als produktive Freiräume zeigen wie sich eine hohe bauliche Dichte erreichen lässt, ohne auf großzügige Grünräume verzichten zu müssen.

Abbildung: Aktivierende Nutzungen und Initialmodule reihen sich entlang der Quartiersroute auf.
Aktivierende Nutzungen und Initialmodule reihen sich entlang der Quartiersroute auf. Quelle: JOTT architecture and urbanism, Frankfurt am Main

Grüne Felder und Quartierroute

In den grünen Feldern sind an den nördlichen Enden Gewächshäuser als räumliche Strukturen und als Orte für mögliche Pflanzenzucht vorgesehen. An den südlichen Enden, der Topografie folgend, entstehen Flächen zur Wasserreinigung und Versickerung.

Die Quartiersroute ist Kontaktraum mitten im Stadtquartier wo zu Fuß gehende und Rad fahrende Vorfahrt haben.

Das produktive Stadtquertier Winnenden ist ein städtebauliches Zukunftsmodell, klimafreundlich und sozial vernetzt. „Der dort entstehende Stadtraum kann somit ein überörtliches Vorbild für andere produktive Stadtquartiere werden.“ berichtet Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth.

Workshop und Diskussion über das produktive Stadtquartier

Zusammen mit der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) wurde bereits im Juni 2021 bei einem Workshop in Winnenden und dem online stattfindenden IBA’27-Plenum #7 das Bild des produktiven Stadtquartiers geschärft.

Ziel des Winnender Workshops für das Produktive Stadtquartier Winnenden war die Entwicklung eines Katalogs von Ideen und Lösungsvorschlägen zur Umsetzung und langfristigen Sicherung der Mischung von Produktion und Wohnen im Quartier.

Bild: Johannes Böttger, urbanegestalt; Julia Preschern, Arge Stadt der Vielen; Janna Hohn, JOTT architecture and urbanism.
Johannes Böttger, urbanegestalt; Julia Preschern, Arge Stadt der Vielen; Janna Hohn, JOTT architecture and urbanism Bild: Franziska Kraufmann, IBA‘27

Beim IBA’27-Plenum #7 diskutierten Prof. Dr. Janna Hohn von JOTT architecture and urbanism, Andreas Krüger von der Belius GmbH, Frank Gwildis vom Amt für Stadtplanung und Wohnen der Landeshauptstadt Stuttgart und Alexander Lenk von der Robert Bosch GmbH über Voraussetzungen und Chancen einer forcierten Nutzungsmischung. Frank Gwildis plädierte für die konsequente Öffnung der Erdgeschosse für Gewerbe, Produktion, soziokulturelle und kreative Nutzungen. So könnten öffentliche Räume geschaffen werden, die in den Quartieren für Lebensqualität sorgten. Um potenzielle Nutzerinnen und Nutzer für das Quartiere zu finden, schlug Prof. Dr. Janna Hohn eine Börse vor, die wie beim Speed-Dating Interessenten erstmal zusammenbringen könne, um Interessen zu bündeln und Koalitionen zu schmieden. Alexander Lenk zeigte sich offen für neue Wege. Bosch baue nicht nur bereits hochwertige Werkswohnungen, um Mitarbeiter aus der ganzen Welt in die Region zu locken. Das Unternehmen könne sich durchaus vorstellen, Teil des produktiven Quartiers in Winnenden zu werden. Kooperationen mit weiteren Unternehmen aus der Region, mit Kommunen oder Projektentwicklern seien dabei sehr gut denkbar, schließlich sei Boden ein endliches Gut und man könne und müsse mit neuen Betriebsmodellen auch wieder ein Stück sozialer werden.

Rahmenplan für das Produktive Stadtquartier Winnenden

Die Präsentation zur Vorstellung des Rahmenplans, die in der Sitzung des Gemeinderates am 28. September 2021 vorgestellt wurde, ist auf dieser Seite veröffentlicht.

Präsentation zur Vorstellung des Rahmenplans zum Produktiven Stadtquartier Winnenden (6,947 MB) (Stand: 28. September 2021)

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Aktuelle Informationen

Auf dieser Seite werden wir Sie über den aktuellen Stand regelmäßig informieren. Im Amtsblatt "Blickpunkt" der Stadt Winnenden werden wir kontinuierlich über das IBA’27-Projekt der Großen Kreisstadt Winnenden berichten.

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Siegerentwurf vom Siegerentwurf vom Büro JOTT​

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Siegerentwurf vom Büro JOTT

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Städtebau-Wettbewerb

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Städtebau-Wettbewerb

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Das Produktive Stadtquartier Winnenden ist ein IBA’27-Projekt der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart

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IBA'27-Projekt der Stadt Winnenden

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