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Feuerwehrhaus Buchenbach:

Blick hinter die Kulissen

Zu einem Tag der offenen Tür lud die Abteilung Buchenbach der Freiwilligen Feuerwehr Winnenden am Wochenende ein. Viele Interessierte nutzten die Möglichkeit, den rund zwei Millionen Euro teuren Neubau zu besichtigen. Darunter auch Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth, der das unter seinem Vorgänger Bernhard Fritz erstellte Bauwerk kennen lernen wollte.

Ein Programm für die ganze Familie haben die Feuerwehrkameraden aufgestellt. Besonders beliebt waren bei den jüngsten Besuchern die Fahrzeugschau im Hof wie auch die Fahrten mit der Drehleiter. Einen zum Glück nur gestellten Einsatz hatte die Abteilung Buchenbach an der benachbarten Höfener Schule. Die Übung wurde aufmerksam von zahlreichen Zuschauern verfolgt. Am Sonntag war gar ein Frühschoppen mit dem Spielmannszug der Feuerwehren aus Winnenden und Leutenbach geboten. Und wer wollte, konnte am Wochenende gar selbst einen Feuerlöscher in die Hand nehmen und sich im Umgang mit diesem üben.

Regelmäßig waren zudem Führungen durch das neue Feuerwehrhaus geboten. Dieses beheimatet die Abteilung Buchenbach, die durch Zusammenlegung der seitherigen Abteilungen Birkmannsweiler, Bürg, Höfen/Baach und Hertmannsweiler offiziell am 6. Februar 2010 ins Leben gerufen worden war. Wenige Wochen zuvor hatten die 78 Kameraden, darunter seit kurzem auch eine „Feuerwehrfrau“, ihren Neubau bezogen, am 26. Februar war er offiziell eingeweiht worden. Eine große Fahrzeughalle, ein separater Umkleideraum und ein großer Besprechungsraum im Obergeschoss, der bis zu 120 Personen fasst, bieten dort der Abteilung Buchenbach gute Voraussetzungen für ihre Arbeit. Die Planung stammt aus den Händen des Winnender Büros „Simko-Architekten“. Rund zwei Millionen Euro hat der Neubau gekostet, einen Landeszuschuss von 210.000 Euro hat die Stadt Winnenden hierfür erhalten. Auch ökologische Aspekte waren beim Neubau bedacht worden. So wird das Gebäude beispielsweise mittels Geothermie beheizt.

Drei-Standorte-Wehr ist das Ziel

Dass die Winnender Feuerwehr künftig nur noch drei Abteilungen haben wird, ist Ausfluss des Brandschutzkonzeptes, das Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Winnenden im Jahre 2005 vorgelegt haben: Das Zentralfeuerwehrhaus an der Mühltorstraße bleibt bestehen, der Neubau in Höfen ist bereits realisiert und in einigen Jahren soll im Bereich der Südumgehung ein weiteres Feuerwehrhaus errichtet werden. Auch wenn die Zusammenlegung der Abteilungen unter den Kameraden zunächst in Diskussion war, so weist dieser Schritt in die richtige Richtung: Die Effizienz konnte gesteigert werden und das Problem, dass tagsüber zu wenig Einsatzkräfte in den einzelnen Stadtteilen verfügbar sind, konnte so deutlich entzerrt werden. (ps)