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Beileid aus dem Rathaus zum Tod von Klaus Hägele

Klaus Hägele, langjähriger Leiter des Stadtbauamts der Großen Kreisstadt Winnenden, ist am frühen Morgen des Neujahrstages 2022 verstorben - infolge der schweren Erkrankung, die er bereits im August 2021 erlitten hatte.

Klaus Hägele wird der Stadt Winnenden als engagierter Leiter des Stadtbauamts, als Ratgeber des Gemeinderats sowie als wertvoller Kollege in der Stadtverwaltung Winnenden fehlen.

Der Gemeinderat und die Stadtverwaltung Winnenden trauern um einen Mitarbeiter, der in der Mitarbeiterschaft, der Bürgerschaft und in der Öffentlichkeit höchste Anerkennung erfahren hat.

Klaus Hägele trat seinen Dienst 1992 bei der Stadt Winnenden, zunächst als Mitarbeiter und ab 1993 als Leiter des Hochbau- und Vermessungsamtes an. 1998 übernahm er als Amtsleiter die Gesamtverantwortung für das Stadtbauamt Winnenden. Zu diesem zählen heute 75 Mitarbeitende mit den Sachgebieten Zentrale Vergabestelle, Tief- und Straßenbau, Bauhof, Gärtnerei, Hochbau, Vermessung, den zentralen Diensten, der technischen Leitung des Abwasserzweckverbandes Buchenbachtal und der Leitung der Kläranlage Zipfelbachtal sowie einer Stabstelle Technische Gebäudeausrüstung. Trotz dieses umfassenden Aufgabengebiets ließ er es sich nicht nehmen, viele Projekte persönlich zu betreuen.

In den fast 30 Jahren seines Wirkens im Dienste der Stadt Winnenden arbeitete er mit drei Oberbürgermeistern und zwei Bürgermeistern als direkte Vorgesetzte zusammen.

Klaus Hägele übernahm in dieser Zeit für die Stadt Winnenden die leitende Verantwortung für alle kommunalen Planungen im Hoch- und Tiefbau und als Bauherr. Dabei hat er das heutige Stadtbild maßgeblich mitgestaltet.

Prägend für sein Wirken sind unter anderem Schulbauten: beispielsweise der erste Umbau an der Albertville-Realschule und der Neubau der Haselsteinschule bis 2005. Auch der zweite Um- und Anbau der Albertville-Realschule nach dem Amoklauf mit interimistischer Schule auf dem Hartplatz war ihm ein Anliegen. Es ging ihm dabei um die Schulgemeinschaft seiner eigenen ehemaligen Schule. Mit seinem großen Engagement wollte er für die Stadt Winnenden dieser sinnlosen und unfassbaren Tat das, was baulich möglich war, entgegensetzen. Damit nicht genug: auch das Georg-Büchner-Gymnasium wurde in seiner Dienstzeit vollständig saniert und die umfangreiche, noch laufende Generalsanierung des Lessing-Gymnasiums auf den Weg gebracht. Auch die Sanierung und Erweiterung der Kastenschule und die Erneuerung des Schulhofs im Bildungszentrum I wurden von ihm mitbegleitet.

Ein Projekt, mit dem sich Klaus Hägele ganz besonders identifizierte, war der Neubau der Alfred-Kärcher-Sporthalle. Als ehemals aktiver Handballer und früheres Vorstandsmitglied des Eichenkreuz-Handball spielte er hier seine gesamten planerisch-konzeptionellen Stärken für eine städtebaulich und nutzungsspezifisch gelungene Lösung gekonnt aus.

Es kamen weitere Projekte wie die Neubauten der Feuerwachen Buchenbach und Zipfelbach dazu, aber auch die neuen Kindertagesstätten Gretel-Nusser-Kinderhaus, Christian-Wunderlich-Kindergarten und Albert-Schweitzer-Kindergarten, Schafweide, Seewasen, Höfen II, Burgeräcker sowie die Planung der bald im Bau befindlichen Kindertagesstätten Adelsbach I und Koppelesbach. Ebenso die barrierefreie Umgestaltung der Marktstraße.

Aber auch für Neubau-Projekte anderer Träger nahm er beratende Aufgaben seitens der Stadt wahr. Hier sind zu nennen das Markthaus Winnenden, der Neubau der Schule beim Jakobsweg der Paulinenpflege, das Rems-Murr-Klinikum Winnenden samt Parkhaus und verschiedene bauliche Projekte des Zentrums für Psychiatrie.

All dies war ihm nur möglich, weil er seinen tüchtigen Mitarbeitenden ein verlässlicher Partner war. Als Vorgesetzter waren ihm sauberes Arbeiten, Termintreue und Struktur besonders wichtig. Dies zeigte sich auch in den Bauprüfbemerkungen der Gemeindeprüfungsanstalt, welche regelmäßig nur ein „vorbildlich“ ergaben. Dem Gemeinderat der Stadt Winnenden war er damit über Jahrzehnte ein verlässlicher Rat- und Impulsgeber bei vielen Entscheidungen.

Sein Wissen und Können, sein Urteilsvermögen, aber auch seine Fähigkeit andere zu motivieren und zu begeistern, haben ihm zu Achtung und Anerkennung verholfen. Dabei war es ihm immer ganz selbstverständlich, seine Fähigkeiten für das Gemeinwohl und damit für seine Mitmenschen einzusetzen.

Im August 2021 startete Klaus Hägele mit frohem Mut als Tour-Guide zu einer der vielen von ihm selbst geführten Radreisen des ADFC und wollte dabei erneut die Alpen überqueren. Leider konnte er nicht mehr gesund zu seiner Familie und an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Wir fühlen mit seiner Familie und vermissen diesen wunderbaren Kollegen sehr.