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Der Landesfestumzug als Höhepunkt der Heimattage

Die Heimattagefahne wechselt an die Stadt Sinsheim Ausrichter der Heimattage 2020

V.r.n.l. Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth, das Winnender Mädle Celine Traub und Ministerpräsident Winfried Kretschmann übergeben die Heimattagefahne an Oberbürgermeister Jörg Albrecht aus Sinsheim. Foto: Markus Amend

Mit dem Landesfestumzug erreichten die Heimattage ihren Höhepunkt. Über 3.000 Teilnehmer in 85 Gruppen zogen am Sonntag durch die Winnender Innenstadt und lockten trotz des schlechten Wetters mit Dauerregen tausende von Zuschauern an die Strecke.

Den Auftakt des Umzuges machte die berittene Polizeistaffel, dem die Winnender Vereine folgten, voran das Stadtorchester gefolgt vom Historischen Verein Winnenden e. V., dem sich die Folklore-Gruppe aus Winnendens Partnergemeinde Albertville anschloss, die eigens für die Landesfesttage angereist ist. Genauso wie die drei Gruppen aus Wals-Siezenheim, die am gleichen Wochenende die Freundschaft zu Höfen-Baach pflegten. Die unterschiedlichsten Trachten- und Musikgruppen wie Fanfarenzüge und Guggenmusik, aber auch von Weingärtnergenossenschaften, Jägervereinigungen, Feuerwehr – aktive und historische Feuerwehrgruppen und die zukünftigen Ausrichter der Heimattage aus Sinsheim waren zu sehen. Die Stadt im Kraichgau war auch mit ihrem Technikmuseum vertreten.

SWR Fernsehen überträgt live und interviewt Besucher

An der Ehrentribüne und auch an weiteren Stellen der Umzugsstrecke moderierten Sonja Faber-Schrecklein und Hansy Vogt sowie Trachtenexperte Wulf Wager live für das SWR Fernsehen und interviewten unter anderem Winnendens Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth und Ministerpräsident Winfried Kretschmann und seine Frau Gerlinde. Er kam natürlich, um sich den Landesfestumzug anzuschauen; aber auch um anschließend die Heimattagefahne an Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht zu übergeben. Zum 1250-jährigen Stadtjubiläum wird Sinsheim also nächstes Jahr die Heimattage ausrichten.

Heimatfahne wechselt nach Sinsheim

Oberbürgermeister Jörg Albrecht ließ es sich nicht nehmen, Winnenden für ein tolles Heimattagejahr zu danken. „Wir werden viel mitnehmen“, stellt der Kollege von OB Holzwarth fest und freut sich, dass die Heimattage, eingeführt 1978 von Ministerpräsident Lothar Späth, nächstes Jahr in Sinsheim stattfinden. „Sie seien eine Bereicherung für jede Stadt, zumal das Land einen Teil der Kosten mitträgt.“ Sinsheim war eigens zum Landesfestumzug mit einer Delegation von 200 Personen angereist, darunter Vereine und der Gemeinderat. Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth zog seinerseits ein sehr positives Resümee für das Veranstaltungsjahr und bedankt sich nochmals beim Gemeinderat und dem Landesfestausschuss, der die Winnender Bewerbung 2015 möglich und erfolgreich gemacht hatten. Winnenden habe sehr von den Heimattagen profitiert.„Das Gemeinschaftsgefühl zwischen den Vereinen der Stadt, der Verwaltung und den Bürgern wurde gestärkt,“ freut sich Holzwarth. Es wurde in diesem Jahr auf allen Ebenen zusammengearbeitet, um die vielen tollen Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, erzählt er begeistert. Dadurch wurde die Stadt in der Öffentlichkeit so wahrgenommen, dass hier auch gefeiert werden wird.Er ließ es sich nicht nehmen, sich ganz herzlich bei allen zu bedanken, die das ganze Jahr über, auch ehrenamtlich daran mitgearbeitet haben, um die Heimattage 2019 zu organisieren.Ministerpräsident Winfried Kretschmann war ebenfalls begeistert von den Heimattagen in Winnenden und hat die Stadt 2019 zweimal besucht. „Ich habe mich trotz des schlechten Wetters heute großartig unterhalten“, stellt der Ministerpräsident fest und freut sich darüber, die Fahne an Sinsheim weitergegeben zu haben. Der Landestrachtenumzug sei ein wunderschöner Abschluss der Heimattage, stellt der Ministerpräsident fest, zeige er doch „wie das Leben früher war und heute ist“. Anders als bei vielen anderen Veranstaltungen sei heute gewesen, „dass man schlimmstenfalls nass wird“, so nimmt Kretschmann das schlechte Wetter mit Humor. Doch wenn man an den trockenen Wald denke, der den Regen ganz dringend benötige, lasse sich das Wetter viel besser ertragen. Genauso so sei es auch mit dem Zusammenhalt, meint der Ministerpräsident, denn durch die Heimattage sei der Zusammenhalt im Land und in der Stadt gewachsen. Das sei wichtig, für ein Leben in schwereren Zeiten. Wenn es einen guten Zusammenhalt gibt, könne auch gemeinsam gestritten werden, um anschließend wieder zusammenzufinden, weiß Kretschmann zu berichten und das gelte ebenfalls jenseits des Heimatbegriffes. „Wenn die Stadt Winnenden so weitermacht ist alles gut“, freut er sich und fügt hinzu: „Dann ist es mir nicht bange, wenn auch mal schlechtere Zeiten kommen“. Nach der musikalischen Ankündigung der Musikensembles aus Winnenden und Sinsheim überreichte der Ministerpräsident die Heimattagefahne an die Stadt Sinsheim, der Ausrichterin der Heimattage 2020. Vor dem Festumzug fand bereits am Sonntagmittag im Zentrum für Psychiatrie (ZfP) ein Empfang für geladene Gäste statt. An diesem nahm auch Stadträtin Muriel Theate aus der französischen Partnerstadt Albertville teil. Der Gebärdenchor „Hands on music“ und die Musiktherapie des ZfP gestalteten dabei das Rahmenprogramm.Ebenfalls am Wochenende feierten die Sportfreunde Höfen-Baach ihr Sommerfest. Dazu war eine Delegation aus Wals-Siezenheim in Österreich mit Bürgermeister Joachim Maislinger an der Spitze eingeladen. Zu dem größten Dorf Österreichs, das nahe Salzburg liegt, besteht seit über 5 Jahrzehnten eine innige Freundschaft. Die Delegation wurde zusammen mit dem neu gewählten spanischen Bürgermeister Javier Ruiz Bartolomé aus Winnendens Partnergemeinde Santo Domingo de la Calzada von Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth am Samstagnachmittag im Sitzungssaal im Rathaus begrüßt. Beide Bürgermeister ließen es sich ebenfalls nicht nehmen am Landesfestumzug am Sonntag dabei zu sein. (tab)