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Das Motto „Miteinander.leben“ bei LAMATHEA auf der Bühne

Sechs spannende Inszenierungen bringt das Preisträgerfestival des Landesamateurtheaterpreises LAMATHEA am 1. und 2. November nach Winnenden. Und das Theater bleibt nicht auf der Bühne, sondern kommt zum Teil mitten ins Leben. Die Karten für die Aufführungen können online unter www.reservix.de für 14 Euro (ermäßigt 12 Euro) gekauft werden. Außerdem werden ebenfalls online drei verschieden Festival-Abos für jeweils 35 Euro angeboten.

ODYSSEE DES LEBENS – Siegerstück in der Kategorie „Theater mit Soziokulturellem Hintergrund“

Für alle, die keine Lust haben, still auf einem Stuhl zu sitzen, während sie ein Theaterstück sehen, ist die Siegerinszenierung der Kategorie „Theater mit Soziokulturellem Hintergrund“ genau das richtige. Am Samstag, 2. November, führt das Ensemble des Jungen Theaters der Studiobühne Bad Mergentheim unter der Regie von Florian Brand die Theaterbesucher über das Gelände des Zentrums für Psychiatrie und in verschiedene Räume. Die Aufführung ist nicht barrierefrei. Treffpunkt ist das Schloßcafé (Schloßstraße 50). Die Aufführungen finden um 11.30 Uhr, 17.30 Uhr und 20.30 Uhr statt und dauern ca. 90 Minuten.

Nach Odysseus‘ Heimreise nach Ithaka

Bei dem Theatererlebnis handelt es sich um ein semidokumentarisches Stationen-Theater, in dem die Geschichte der „Odyssee“ mit den Erlebnissen und Geschichten über Flucht- und Migrationserfahrungen der vierzehn Darstellerinnen und Darstellern verwoben werden. Das Publikum wird auf eine Odyssee geschickt, mit dem Ziel nach Ithaka, also Europa, zu kommen. Sie werden registriert, bekommen einen Pass, dürfen einwandern oder werden abgewiesen, werden voneinander getrennt, nehmen verschiedene Routen, erleben verschiedene Szenen, bis sie am Ende vereint und doch getrennt sind.

Vielfalt aus Bad Mergentheim

Initiiert wurde die auf Homers „Odyssee“ aufbauende Stückentwicklung von der Museumsdirektorin des Deutschordenmuseums Bad Mergentheim, Maike Trentin-Meyer. Bereits im August 2015 hatte das Museum eine Reihe verschiedener integrativer Maßnahmen gestartet. Für die Realisation des Theaterprojekts wurde der Regisseur und Kulturwissenschaftler Florian Brand gewonnen. Der Aufruf zur Teilnahme am Projekt richtete sich explizit an Menschen mit und ohne Fluchterfahrung.
So entstand das JUGENDTHEATER DER STUDIOBÜHNE BAD MERGENTHEIM, welches sich aus vierzehn Darstellerinnen und Darstellern im Alter zwischen 15 und 67 Jahren zusammensetzt. Die Gruppe umfasst Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan, Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund sowie versierte Amateurschauspieler. Insgesamt sind sechs unterschiedliche Nationalitäten im Ensemble vertreten. Über Kultur- Sprach- und Altersgrenzen hinweg formte sich im Probenprozess aus einer anfänglich heterogenen eine homogene Spielgruppe, die bereits mehrfach prämiert wurde, z.B. den Deutschen Amateurtheaterpreis „amarena“ in der Kategorie „Offene Theaterformen“ oder den Jurypreis der Theatertage am See Friedrichshafen. (jpm)

Der Tod auf dem Birnbaum – Preisträgerstück in der Kategorie „Mundarttheater“

Am 2. November um 17 Uhr kann man sich in der Hermann-Schwab-Halle auf Volkstheater auf höchstem Niveau freuen. Die Zuschauer erwartet „Der Tod im Birnbaum“ vom Bühnenautor Manfred Eichhorn - ursprünglich ein französisches Märchen - ins Schwäbische übertragen. Mit diesem spritzigen, kurzweiligen und trotzdem spannenden „Was-wäre-wenn …“-Stück konnte die „Theatergruppe Emerkingen e.V.“ unter der Regie von Roland Röller die Jury in der Kategorie „Mundarttheater“ überzeugen. Das Ensemble aus dem südlichen Alb-Donau-Kreis stellt mit dem Stück die Frage, ob es den Tod für das Leben auf der Erde braucht.
Alles nimmt seinen Anfang, als Gottlieb ein junges Mädchen aus den reißenden Fluten eines Bachs rettet. Das Mädchen entpuppt sich als Fee und schenkt ihm drei Wünsche. Sein erster Wunsch gilt der Abwendung alltäglicher Not. Sein zweiter besagt, dass niemand ohne seine Erlaubnis von seinem Birnbaum steigen darf. Da er sich im kühlen Bach so schlimm erkältet hat, dass der Tod zu ihm kommt, wünscht er sich als Drittes, dem Tod zu entkommen, indem er ihn auf den Birnbaum lockt.

Und dann sitzt der Tod im Birnbaum fest

Das Leben nimmt seinen Lauf, doch es wird nicht mehr gestorben. Im Jenseits bleibt das natürlich nicht verborgen und es werden Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um herauszufinden, warum. Und bald muss sich auch Gottlieb fragen, ist der Tod Feind oder Retter in der Not?
Bereits seit 30 Jahren spielt die „Theatergruppe Emerkingen e.V.“ bewusst Stücke im schwäbischen Dialekt und achtet bei der Auswahl der Stücke darauf, dass sowohl Inhalt als auch Sprache ohne unnötige Derbheiten und Klischees auskommen. Mit dem „Tod auf dem Birnbaum“ gelingt ihr ein „beispielhaftes Volkstheater mit einem ernsthaften Thema, witzig und voller Ideen und Tiefgang“, so die Lamathea-Jury.

Karten und Festival-Abo

Die Karten für die Vorführungen können online unter www.winndenden.reservix.de für 14 Euro (ermäßigt 12 Euro) gekauft werden.
Für alle, die gleich mehrere Stücke des Festivals besuchen wollen, lohnt sich ein Festival-Abo für jeweils 35 Euro.
 
Folgende Kombinationen sind möglich:
 
1. Abo „Vom Leben, Lastern und der Liebe – Spielfreudiger LAMATHEA-Freitag“ beinhaltet die drei Stücke am Freitag, 1. November
„Sushi Girls“ (14.00 Uhr), „Männerträume“ (17.00 Uhr) und „Wo die Liebe hinfällt“ (20.00 Uhr).
 
2. Abo „Von Ithaka über die Alb in den Himmel – Vielfältiger LAMATHEA-Samstag“ umfasst die Samstagaufführungen
„Odyssee des Lebens“ (11.30 Uhr), „James Blond“ (14.00 Uhr) und „Der Tod im Birnbaum“ (17.00 Uhr).
 
3. Abo „Theatersiesta – Ausgezeichnete Aufführungen am Mittag“
mit „Sushi Girls“ am Freitag um 14 Uhr, „Männerträume“ am Freitag um 17 Uhr sowie „Der Tod im Birnbaum“ am Samstag um 17.00 Uhr. (jpm)