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Klimaschutz in Winnenden:

Das Lastenrad als umweltfreundliche Alternative zum Auto

Die Stadt Winnenden fördert den Kauf von neuen Lastenrädern. In öffentlicher Sitzung hat der Gemeinderat das Förderprogramm „Lastenräder“ beschlossen und 50.000 Euro im Haushalt bereitgestellt. Ab 1. Juli können Lastenradler die Anträge einreichen.

Sprudelkisten, Einkäufe, Kinder – mit dem Lastenrad lässt sich so einiges transportieren. Der Umwelt und der eigenen Gesundheit zuliebe kann man damit häufig auf die Fahrt mit dem Auto verzichten. „Wir freuen uns sehr, dass sich der Gemeinderat für ein Förderprogramm der Lastenräder ausgesprochen hat. Lastenräder werden immer beliebter und sind eine umweltfreundliche Alternative zum Auto“, so Bürgermeister Norbert Sailer. Wer sich ab dem 1. Juli 2020 ein elektrisch unterstütztes oder muskelbetriebenes Lastenrad mit einer Lastenzuladung von mindestens 40 Kilogramm kauft, kann bis zu 50 Prozent der Nettokosten von der Stadt Winnenden erstattet bekommen. Gefördert werden auch Lastenanhänger und Kindertransportanhänger. „Ziel des Förderprogramms ist es, noch mehr Winnender zu motivieren beim Einkaufen auf das Rad umzusteigen und damit die lokalen CO2-Emissionen im Sinne des Klimaschutzes zu senken“, sagt der städtische Umweltschutzbeauftragte Jürgen Kromer. „Positiver Nebeneffekt ist außerdem die Steigerung der Luftqualität und die flächendeckende Lärmminderung, wenn weniger Menschen in Winnenden mit dem Auto fahren“.   

Förderung beantragen

(V.l.n.r.) Der städtische Umweltschutzbeauftragte Jürgen Kromer, Lastenradler Hans Sukowski und Bürgermeister Norbert Sailer hoffen, dass sich durch das Förderprogramm der eine oder die andereaus Winnenden ein Lastenrad als Alternative zum Auto anschaffen. Foto: Stadt Winnenden

Förderfähig sind Fahrzeuge und Anhänger mit Kaufdatum ab 1. Juli 2020. Die Stadt Winnenden übernimmt 50 Prozent der Nettokosten, bei E-Lastenrädern sind das maximal 1.500 Euro pro Fahrzeug, bei muskelbetriebenen Lastenrädern, maximal 750 Euro pro Fahrzeug und bei Lastenanhängern sowie Kindertransportanhängern maximal 100 Euro pro Anhänger. Die Antragsformulare sind unter www.winnenden.de/lastenrad und auf Seite 2 zu finden und gemeinsam  mit einer Kopie des Kaufvertrags oder der Rechnung und weiterer Nachweise im Rathaus beim Beauftragten für Umweltschutz vollständig einzureichen. Antragsberechtigt sind Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Winnenden und Gewerbetreibende, die ihr Gewerbe in Winnenden angemeldet haben. Pro Antragsteller können maximal ein Lastenrad und ein Anhänger gefördert werden.

Bonus für Nachhaltigkeit und Ökostrom

Mit dem Lastenrad lässt sich auch schwere Ware transportieren, zum Beispiel Blumenerde für den Garten.Foto: Sukowski

Zusätzlich zur Förderung hat die Stadt einen Nachhaltigkeitsbonus (nur für Privatpersonen) ausgelobt. Für geförderte E-Lastenräder und muskelbetriebene Lastenräder werden nach drei Jahren zusätzlich 500 Euro als Nachhaltigkeitsbonus ausgezahlt, wenn innerhalb diesem Zeitraum kein Auto oder ein Auto weniger angemeldet war wie vor der Antragstellung.
Zusätzlich 100 Euro Ökostrombonus gibt es, wenn der Antragsteller Ökostrom bezieht.
Eine Kopie des Vertrages mit dem Stromlieferanten ist vorzulegen. Alles Weitere ist den Richtlinien zum Förderprogramm Lastenräder zu entnehmen.
(er)

Klimaschutz Winnenden – Nachhaltige, klimagerechte Mobilität

Förderprogramm Lastenräder – Richtlinie

1. Förderziele

Das Förderprogramm Lastenräder zur nachhaltigen, klimagerechten Mobilität verfolgt folgende Ziele:

- Senkung der lokalen CO2 –Emissionen im Sinne des Klimaschutzes durch eine
  Minderung des Verbrauchs von fossilen Energieträgern.
- Steigerung des Radverkehrsanteils.
- Verringerung der Emissionen von Schadgasen (v.a. NOx) und Feinstäuben im
  Stadtgebiet als Beitrag zur Luftreinhaltung.
- Flächendeckende Lärmminderung.
- Weniger Autos in der Innenstadt, dadurch Senkung des durch Kraftfahrzeuge
  benötigten Flächenbedarfs.

2. Gegenstand der Förderung

Gefördert wird der Kauf von neuen, zulassungs- und versicherungsfreien, elektrisch unterstützten Lastenrädern (E-Lastenräder) und muskelbetrieben Lastenräder, die mindestens eine Lastenzuladung von 40 kg (zzgl. Fahrergewicht) ermöglichen und damit mehr Ladevolumen bzw. –gewicht als ein herkömmliches Fahrrad aufnehmen können. Zusätzlich werden der Kauf von neuen Lastenanhängern mit mindestens 40 kg Zuladung sowie der Kauf von neuen Kindertransportanhängern gefördert.

3. Höhe der Förderung

Die Höhe der Förderung beträgt gemäß den unter 2. genannten Bedingungen für:

- E-Lastenräder 50% der Nettokosten, max. 1.500 € pro Fahrzeug
- Muskelbetriebene Lastenräder 50% der Nettokosten, max. 750 € pro Fahrzeug
- Lastenanhänger 50% der Nettokosten, max. 100 € pro Anhänger
 -Kindertransportanhänger 50 % der Nettokosten, max. 100 € pro Anhänger
  (nur für Privatpersonen).

Eine Kopie des Kaufvertrags bzw. der Rechnung ist vorzulegen.

4. Nachhaltigkeitsbonus

Für geförderte E-Lastenräder und muskelbetriebene Lastenräder werden nach drei Jahren zusätzlich 500 € als Nachhaltigkeitsbonus (nur für Privatpersonen) ausgezahlt, wenn im geförderten Haushalt in diesem Zeitraum (3 Jahre nach Datum des Antragseingangs) kein Auto, oder ein Auto weniger, wie vor der Antragsstellung angemeldet war.

5. Ökostrombonus

Für geförderte E-Lastenräder werden zusätzlich 100 € Ökostrombonus ausbezahlt, wenn der Antragsteller Ökostrom bezieht. Eine Kopie des Vertrags mit dem Stromlieferanten ist vorzulegen.

6. Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Winnenden und Gewerbetreibende, die ihr Gewerbe in Winnenden angemeldet haben. Als Nachweis für Privatpersonen bzw. Gewerbetreibende ist eine Kopie des Personalausweises bzw. Gewerbescheins erforderlich, aus denen hervorgeht, dass der Wohnsitz bzw. Firmensitz in Winnenden ist.
Pro Antragsteller können maximal ein Lastenrad und ein Anhänger gefördert werden.

7. Antragstellung und Bearbeitung

Die Förderung ist unter Verwendung der von der Stadt Winnenden zur Verfügung gestellten Antragsformulare zu beantragen. Diese sind ausgefüllt, unterschrieben und mit den jeweils erforderlichen Nachweisen unter der nachfolgenden Adresse einzureichen:

Stadt Winnenden
Beauftragter für Umweltschutz
Torstraße 10
71364 Winnenden.

Der Antrag (457,3 KB) wird nach dem Datum des Antragseingangs bearbeitet. Maßgeblich ist der Tag, an dem der Antrag vollständig eingegangen ist.
Förderfähig sind nur Fahrzeuge mit Kaufdatum ab 01.07.2020. (Nicht förderfähig sind nachträglich vorgenommene Umbauten an herkömmlichen Fahrrädern).

8. Sonstiges

Beim vorliegenden Förderprogramm handelt es sich um eine freiwillige Leistung der Stadt Winnenden. Ein Rechtsanspruch auf Bewilligung von Zuwendungen besteht nicht. Die Zuwendungsgewährung erfolgt im Rahmen haushaltsrechtlich zur Verfügung stehender Mittel.
Bei Nichteinhaltung der Fördervoraussetzungen ist der Antragsteller verpflichtet, die Fördergelder umgehend zurückzuzahlen.
Der Zuwendungsempfänger verpflichtet sich, das geförderte Fahrzeug mindestens drei Jahre in Winnenden zu nutzen.

Andere öffentliche Fördermöglichkeiten (beispielsweise der EU, des Bundes oder Landes) sind vorrangig in Anspruch zu nehmen, wer solche Fördermittel erhält, ist von dem vorliegenden Förderprogramm ausgeschlossen.
Soweit es sich bei dem Antragssteller um ein Unternehmen im Sinne des EU-Beihilferechts handelt, kommt eine Förderung nur in Betracht, wenn es sich um eine sogenannte De-Minimis-Beihilfe handelt. Zu diesem Zweck sichert der Antragssteller zu, dass er in diesem Jahr und in dem vorangegangene zwei Steuerjahren keine Beihilfen erhalten hat, die zusammen mit dem jetzt beantragenden Fördermittel über einen Betrag von max. 200.000 € hinausgehen. Soweit der Antragssteller bereits sonstige Beihilfen erhalten hat, wird er die dazugehörige De-Minimis-Bescheinigungen vorlegen.

9. Inkrafttreten und Befristung

Das vorliegende Förderprogramm tritt am 01.07.2020 in Kraft.