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Städtebau-Wettbewerb: Winnenden sucht Ideen für das produktive Quartier der Zukunft

Auf der Fläche zwischen dem Bahnhof Winnenden und der Bundesstraße B14 soll das produktive Quartier der Zukunft entstehen. Fotos: Benjamin Beytekin

Die Stadt Winnenden sucht mit der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) in einem internationalen Städtebau-Wettbewerb Vorschläge für ein gemischtes Quartier der Zukunft.

Auf der zwischen dem Bahnhof Winnenden und der Bundesstraße B14 gelegenen Fläche mit etwa 5,2 Hektar soll bewiesen werden, dass sich Wohnen und Arbeiten in hoher Dichte und hybriden Gebäuden ergänzen können. Als IBA’27-Projekt kann das neue Stadtquartier zum Vorbild werden, wie mit einer engen Verzahnung der Funktionen sowohl der Mangel an Wohnungen als auch an Produktionsflächen in der Region Stuttgart platzsparend und nachhaltig gelindert werden kann.
Das geplante Quartier soll den Flächenbedarf regionaler Unternehmen mit neuartigen Wohnmodellen und verkehrsberuhigten öffentlichen Räumen mit hoher Aufenthaltsqualität verbinden. Angepasste architektonische Formen können Lärm von Betrieben und Verkehr abschirmen. Gemeinschaftliche Angebote, Gastronomie und andere Dienstleistungen sollen von Bewohnerinnen und Arbeitskräften gemeinsam genutzt werden. Hinzu kommt ein ambitioniertes Nachhaltigkeitskonzept, das Kreisläufe schließt. Ziel ist es, das neue Stadtquartier zu einem vielbeachteten Beispiel zu machen, wie intelligente und mutige Planung einen Mehrwert für Wirtschaft, Menschen und Umwelt schafft.
Einreichungsschluss für den anonymen und offenen Wettbewerb ist der 10.02.21; die Jury entscheidet voraussichtlich am 23. und 24.02.21. Weitere Informationen zum Wettbewerb.

Hintergrund:

IBA’27

Wie wollen wir zukünftig leben, wohnen und arbeiten? Hundert Jahre nach Eröffnung der Stuttgarter Weissenhofsiedlung 1927 widmet sich die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) dieser Frage. Mit der IBA soll der Aufbruch in die Zukunft exemplarisch sichtbar und erlebbar werden – durch neuartige Bauprojekte in der ganzen Region. Die IBA’27 stellt dabei die Menschen in den Mittelpunkt: Im Dialog will sie gemeinsam neue Antworten finden, wie der gesellschaftliche, technologische und ökologische Wandel erfolgreich gelingen kann. Gesteuert wird sie von der IBA’27 Stadt.

Internationale Bauausstellung als Format

Internationale Bauausstellungen (IBA) gibt es seit mehr als 100 Jahren. In ihrer Geschichte haben sie sich von reinen Architekturschauen zu umfassenden Laboren der Stadt- und Regionalentwicklung entwickelt. Mit verschiedensten Projekten fördern sie über mehrere Jahre hinweg architektonische und planerische Innovationen. Sie vernetzen Potenziale in der Bürgerschaft, in den Unternehmen, der Wissenschaft und den Verwaltungen, um die Zukunft der Städte und Regionen neu zu denken. Dabei ermöglichen sie Experimente jenseits des Planungsalltags und suchen nach mutigen und neuen Antworten auch auf die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Fragen des Bauens.