Vier Verträge für eine rechtssichere Lösung

Unterschriften für den Wiederaufbau des Mineralfreibads Höfen

Zwei Männer stehen in einem Büro, schütteln sich die Hand und halten jeweils ein Dokument

Im Dezember 2025 hatte sich der Gemeinderat in seiner Absichtserklärung hinter den Förderverein des Mineralfreibads Höfen gestellt, der es sich zum Ziel gesetzt hat, das seit dem Hochwasser 2024 stillgelegte Höfi wieder aufzubauen. In der Gemeinderatssitzung im Juli folgte nun ein bedeutender Schritt für die Mission des Fördervereins: Dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, der die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau durch den Förderverein sowie auch die Weiterleitung der dafür zu beantragenden Fördermittel vorsieht, wurde zugestimmt. Gemeinsam hatten die Stadtverwaltung, die Stadtwerke Winnenden und der Förderverein mit dem Regierungspräsidium nach einer wasserdichten Lösung gesucht, um die Fördergelder der EU und des ELR dem Förderverein für den Wiederaufbau zur Verfügung zu stellen. „Nachdem die Förderrichtlinien des EU-Fonds zwischen dem bayerischen Innenministerium und Brüssel abgestimmt waren, hatten wir mit den beteiligten Stellen vom Förderverein bis zum Regierungspräsidium überaus engagierte Gesprächspartner, mit denen wir nun eine gute Lösung finden konnten“, so Bürgermeister Jürgen Haas. 

Die vier aufgesetzten Verträge, ein Erbbaurechtsvertrag, ein Gestattungsvertrag, ein Dienstleistungsvertrag sowie ein Weiterleitungsvertrag, bilden nun die Basis für die Beantragung der Fördergelder, die Umsetzung des Wiederaufbaus sowie den späteren Betrieb. Bei der Unterzeichnung des Gestattungsvertrags freuten sich Bürgermeister Jürgen Haas und Fördervereinsvorsitzender Björn Riker, mit den Unterschriften der für 2027 vorgesehenen Wiedereröffnung des Mineralfreibads einen Schritt näher zu kommen.

Geplante Finanzierung

Um die rund 1,62 Millionen Euro für den Wiederaufbau des Mineralfreibads zu stemmen, werden zwei Förderungen beantragt. Die ELR-Förderung in Höhe von rund 305.000 Euro und die Förderung über rund 581.000 Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds sollen einen wichtigen Beitrag für die Realisierung des Projekts leisten. Der positive Förderbescheid zum Entwicklungsprogramm ländlicher Raum ging am 17. August beider Stadtverwaltung ein. Dazu kommen weitere 150.000 Euro aus der Versicherungsleistung der WGV. Die Stadtverwaltung hat für die Unterstützung des Wiederaufbaus ebenfalls 99.000 Euro im Haushalt bereitgestellt. Durch die Eigenleistungen der Fördervereinsmitglieder sollen Arbeiten im Wert von rund 150.000 Euro umgesetzt werden. 210.000 Euro kann der Förderverein durch eigene Finanzmittel und bereits zugesagte Spenden investieren. Für die Finanzierung des Restbetrags hofft der Verein auf weitere Spenden.