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  • Mittwoch, 12.10.2022: Joachim Zelter
    Mittwoch, 16.11.2022: Maria Nikolai
    Mittwoch, 19.04.2023: Marie Gamillscheg

Mittwoch, 12. Oktober um 19 Uhr

©Bild: Yvonne Berardi

»Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.« Franz Kafka.
Solch ein Eisbrecher ist der Roman Die Verabschiebung.
 
Eigentlich könnte alles gut sein zwischen Ju­lia und Faizan. Seit einigen Wochen sind die beiden ein Liebespaar – wenn Faizan denn nur in diesem Land bleiben dürfte. Als Asyl­bewerber aus Pakistan sind seine Chancen auf ein Hierbleiben gleich null. Und so entschließt sich Julia, ihren Freund zu heiraten, obgleich sie eigentlich niemals und unter keinen Um­ständen jemals heiraten wollte. Doch wenn sie geglaubt hat, dass mit einer Ehe nun alles gut wird, hat sie sich geirrt.
Beklemmend-spannend erzählt Joachim Zel­ter von der End- und Aussichtslosigkeit eines Asylverfahrens, wo auch eine Ehe kein hinrei­chender Grund mehr für irgendetwas ist. Sein Roman beschreibt einen kafkaesk-kalten Kos­mos akribischen Rechts, in dem die beteiligten Menschen – in einem endlosen Kraftakt – im­mer mehr an Autonomie und Substanz verlieren, bis kaum mehr etwas von ihnen übrig ist. Men­schenwürde? Sie erweist sich in Zelters neuem Roman zunehmend als Konjunktiv.

Mittwoch, 16. November um 19 Uhr

©Bild: Chris Kröck

Württemberg, 1918. Für die junge Lilly soll es der Start ins eigene Leben sein: Frisch verheiratet verlässt sie den elterlichen Gasthof am Bodensee und beginnt hoffnungsvoll ihre Ehe an der Seite von Arno, dem Erben eines angesehenen Stuttgarter Seifenimperiums.
Doch das letzte Kriegsjahr ändert alles. Als Arno vermisst gemeldet wird, liegt Lillys Welt in Trümmern.
Mutig stellt sie sich der Verantwortung für das Unternehmen ihres Mannes, träumt von einer eigenen Kosmetiklinie und fasst Zukunftspläne – bis der geheimnisvolle Felix Benthin in ihr Leben tritt und ihre Gefühle gehörig durcheinanderwirbelt. Denn sie weiß, dass diese Liebe nicht sein darf …

Mittwoch, 19. April um 19 Uhr

©Bild: Jens Oellermann

Luise ist klug, Luise ist unabhängig, Luise ist eine Insel. Als Meeresbiologin hat Luise sich einen exzellenten Ruf erarbeitet, ihr Spezialgebiet: die Meerwalnuss, eine geisterhaft illuminierte Qualle im Dunkel der Ozeane. Als Luise für ein Projekt mit einem renommierten Tierpark nach Graz reisen soll, zögert sie nicht lang. Doch Graz, das ist auch ihre Heimatstadt, das ist die Wohnung ihres abwesenden und plötzlich erkrankten Vaters. Und das ist die Geschichte einer jahrelangen Sprachlosigkeit und Fremdheit zwischen ihnen.
Soghaft und strömend erzählt Marie Gamillscheg von der allmählichen Befreiung aus den Zwängen der eigenen Kindheit, des eigenen Körpers und aus den Gesetzen, die andere für einen gemacht haben. Es ist zugleich der Versuch, die Unmöglichkeit einer Beziehung zu erfassen: zwischen Mensch und Tier, Mann und Frau, Vater und Tochter.

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